Archiv für September 2008

18
Sep
08

Alte Menschen stinken

Da die Vorlesung „Geschichte des Films: Vom Kino der Attraktionen bis 1945″ heute leider ausgefallen ist, nutze ich den halbvollen Akkustand meines Schleppis, um noch schnell zu sagen, wies mir hier ergeht.

Nach viereinhalb Tagen im Backpacker-Hotel und einem entsprechenden Schlafdefizit konnte ich heute in ein Zimmer ziehen, welches mir ein älterer Herr netterweise untervermietet. Naja, netterweise ist gut, das Zimmer ist zwar möbliert, kostet aber 600 ChF pro Monat, ist dabei aber nur knapp 10 m² groß. Und die Wohnung riecht irgendwie nach altem Menschen. Ja, werft mir Jugendfaschismus vor, aber ihr alle kennt diesen Geruch und seid froh, wenn ihr ihn nicht mehr riechen müsst. Jedenfalls habe ich das Zimmer vorerst bis Ende September gemietet und warte ab, wie sich die Dinge entwickeln. Wenigstens habe ich meinen eigene Schlafplatz.

Am Freitag werde ich dann erstmals richtig ausgehen. Die Erasmus-Netzwerk-Leute veranstalten eine große Party im „Dynamo“ und ich besorge mir gleich schonmal Karten. Mal schauen, wie’s wird.

Groß fraternisiert mit meinen Kommilitonen und -Innen konnte ich mich leider noch nicht. Aber auch da heißt es wohl abwarten. Vielleicht ergibt sich die ein oder andere Bekanntschaft noch. Wir werden sehen…

Soweit,

Johnny M.

10
Sep
08

zürich, ganz kurz

Ich habe ja angekündigt, sobald ich in Zürich bin regelmäßig Einträge zu schreiben. Bleibt zu hoffen, dass mir das auch gelingt.
Und um mich auch daran zu halten, ein kurzes Update aus der größten Stadt der Schweiz:

Ich bin heute hier angekommen (mal wieder) und darf noch bis Samstagmorgen bei einer Bekannten, der Maike wohnen. Sie ist so nett und lässt mich in einem leeren Zimmer der siebener WG schlafen, in welche sie eingezogen ist. Momentan sind sie zu dritt: Maike, Yasha und Moritz, und die beiden Jungs sind sehr sympathisch.
Es freut mich für Maike, dass sie in einer so tollen WG wohnt. Ich für meinen Teil konnte mir aber keine feste Bleibe bisher organisieren, was etwas an meinem Ego kratzt, nicht aber an meinem Optimismus (O-Ton Maike: „Ich glaube, ich würde am Rad drehen, wenn ich jetzt noch keine Wohnung hätte.“).

Wie dem auch sei, die nächsten Tage bestehen vermutlich aus einer intensiven Suche nach Wohngelegenheiten, abseits der Notunterkünfte des Sozialamtes der Stadt Zürich. Möge das Glück mir hold sein, auf dass ich nicht noch meine Wohnhöhle auf dem Ütliberg graben muss. Denn leider habe ich nicht dieses Büchlein mit dem vielversprechenden Titel „How to shit in the woods“ rechtzeitig von Robert erstehen können. Und ohne diese Anleitung…

In diesem Sinne,

J-