Die Uni hält mich seit einigen Wochen ziemlich auf Trab, weshalb mein Privatleben leider etwas lahmt (und zwar auf beiden Beinen). Dementsprechend gibt es von mir nicht allzuviel zu berichten, außer die erwähnenswerte Tatsachen, dass ich mir einen Papierkorb besorgt habe. Ja, ich weiß, tolle Sache, Autogramme nur auf Anfrage.
Demgegenüber werde ich nun etwas von meinen ersten Eindrücken aus der Schweiz schildern.
Was mir auffällt, immer wieder, sind die kleinen Unterschiede, vor allem, was Produkte und Sprache angeht. So heißt beispielsweise die Medikamentenserie „Wick“ (bekannt durch Wick Medi-Nait, Wick DayMed etc.; gehört übrigens zu Procter&Gamble) hier in der Schweiz „Wicks“. Hat da jemand gekichert? Desweiteren werden Nudeln hier konsequent mit Teigwaren bezeichnet und es gibt einen Unterschied zwischen Büchli – das Bäuchlein – und Büechli, dem kleinen Buch. Ein, für mich als blöden Deutschen, Kuriosum stellt die Verwendung von Umlauten, insbesondere das „ü“ und von Diphtongen wie „ie“ dar. Denn wenn hier irgendwo in einem Wort „ue“ oder „ie“ auftauchen, werden sie auch getrennt ausgesprochen. Lustigerweise folgt das aber irgendwelchen diffusen Regeln. So heißt beispielsweise eine Bushaltestelle „Schmiede Wiedikon“. Das Schmiede wird hier aber mit langem, den Deutschen bekannten „ie“ gesprochen, wohingegen es bitteschön „Wi-edikon“ heißt, und nicht Wi-i-dikon“. Naja, sowas eben.
Zudem erscheint mir die Schweiz, von der man angesichts der großen Bankenfreiheit eigentlich denken mag, dass sie einen freien Markt hätte, sehr protektionistisch, was ihren Binnemarkt angeht. Zudem beherrschen die beiden Großhändler Migros und Coop (bitte auch so aussprechen, es heisst nicht „Co-op“), quasi den Lebensmittelhandel in der Stadt. Fleisch aller Art sowie diverse Obst- und Gemüsesorten (z.B. Äpfel und Möhren, Verzeihung, „Rübli“) sind besonders gekennzeicht als „Schweizer Herkunft“. Zudem werden deutsche Ketten wie ALDI und LIDL meines Wissens nach ziemlich diskrimiert, zumindest von der Bevölkerung. Sie gelten fast als „Eindringlinge“ in den schweizer Markt. Angesichts der Beschäftigungspolitik der beiden Discounter vielleicht auch keine schlechte Sache…
Okay, soviel für heute, demnächst mehr,
J-