Archiv für November 2008

28
Nov
08

die wahrheit

habe auf www.bash.org einen viel zu wahren chat-log gefunden:

DragonflyBlade21: A woman has a close male friend. This means that he is probably interested in her, which is why he hangs around so much. She sees him strictly as a friend. This always starts out with, you’re a great guy, but I don’t like you in that way. This is roughly the equivalent for the guy of going to a job interview and the company saying, You have a great resume, you have all the qualifications we are looking for, but we’re not going to hire you. We will, however, use your resume as the basis for comparison for all other applicants. But, we’re going to hire somebody who is far less qualified and is probably an alcoholic. And if he doesn’t work out, we’ll hire somebody else, but still not you. In fact, we will never hire you. But we will call you from time to time to complain about the person that we hired.

spread the word…

26
Nov
08

freizeithitler

ich bin wahrscheinlich nicht der erste, der dieses zeichen erfunden hat, nur wahrscheinlich der erste, der aus einem bescheuerten, nerdigen grund stolz drauf ist:

ich habe gerade das hitler-emoticon erfunden:  /:=

von der obigen basisform gibt es noch einige abwandlungen:

//:=

//:=<

/>:=<

usw.

spread it around the world…

23
Nov
08

schnee soweit das auge reicht

Es schneit gerade übelst hier in Zürich. Und die Stadt ist um 22 Uhr abends taghell erleuchtet, weil der Schnee soviel Licht abstrahlt. Unser Garten ist in Weiß gepackt. Es ist wie in diesen kitschigen „Winter-Wunderland“-Beschreibungen. Man fängt an nachzudenken…

Auch diese Woche ist wenig Erwähnenswertes geschehen.
Am Dienstag waren Steffi, Freddy und ich beim Mogwai-Konzert in der Roten Fabrik. Das Konzert war natürlich klasse. Es war echt witzig, als zu Beginn eines Liedes, postrock-typisch ganz leise und langsam beginnen, einer der Gitarristen ans Mikro trat und bat: „Could you stop talking? It’s fucking irritating!“ Nachdem er dies ein zweites Mal gemacht hatte, fing das Publikum an, laut „Schhhh!“ zu machen. Viel komischer war es, das Publikum zu sehen, als ich zum Klo musste. Alle standen sie mit hochgereckten Hälsen da, die Augen starr auf die Bühne gerichtet, mit leeren Augen und ausdruckslosen Gesichtern. Das alles untermalt mit dem bläulichen Bühenlicht. Sah wirklich seltsam aus.

Achja, und Mittwoch mussten Steffi und ich für ein paar Erasmusleute Rouladen kochen. Ich bin mit dem Ergebnis nicht ganz zufrieden, aber die Vorraussetzungen hier waren auch nicht die besten! Falsches Fleisch (ich habe 18 (!) Rouladen gekauft, weil das Fleisch so klein war), kein Rotkraut mit Apfelstücken und vor allem keine ordentlichen Klöße. Naja, aber alle meinten, es hätte ihnen geschmeckt.

So, das war’s wieder,

J-

16
Nov
08

Kofi? With two sugars please!

Kofi Annan war vor einiger Zeit an der Universität Zürich zu Gast, um dort einen Vortrag über „The University and Climate Change“ zu halten. Auf den Ankündigungsplakaten stand groß und breit: „Öffentliche Rede“. Da Steffi ein großer Fan des kleinen Kofi ist hat sie uns alle dazu genötigt, an einem Dienstagabend an die Uni zu gehen, uns zwischen ca 300.000 Studierenden und viel zu festlich gekleideten Personen einquetschen zu lassen und das ganze mit der Aussicht, bis zum Eingangdes Ansprachenortes geschubst zu werden. Okay, was macht man nicht alles für einen ehemaligen Uno-Vorsitzenden (und natürlich den lieben Frauen Freunden wegen). Gut so kamen wir also eine Dreiviertelstunde vor Beginn der Ansprache an, nur um fünf Minuten vor Beginn derselben von den Türstehern zu erfahren, dass ganze 40 (in Worten: vierzig) (!) Sitzplätze für die Öffentlichkeit zur Verfügung standen. Nach leider nicht tumultartigen Szenen löste sich die Menge an schwitzenden Leibern auf, entweder in Richtung Balustraden, Hörsälen oder ging nach Hause. Wenn man noch einen Platz auf den Balustraden ergattern konnte, war es möglich, die Veranstaltung noch live von oben zu verfolgen. Oder, und zu diesen Leuten gehörte ich, man nahm in einem der Hörsäle platz und sah sich die Ansprache quasi live per Videoübertragung an.

Nochmals: 40 Plätze für eine öffentliche Ansprache. Neben anderen Geschehnissen, die ich nicht mehr ganz zusammenbringe, war das für mich ein grandioser Beweis dafür, dass die Schweizer doch nicht so gut organisieren können, wie das Klischee behauptet.

03
Nov
08

allgemeines und besonderes

Die Uni hält mich seit einigen Wochen ziemlich auf Trab, weshalb mein Privatleben leider etwas lahmt (und zwar auf beiden Beinen). Dementsprechend gibt es von mir nicht allzuviel zu berichten, außer die erwähnenswerte Tatsachen, dass ich mir einen Papierkorb besorgt habe. Ja, ich weiß, tolle Sache, Autogramme nur auf Anfrage.

Demgegenüber werde ich nun etwas von meinen ersten Eindrücken aus der Schweiz schildern.
Was mir auffällt, immer wieder, sind die kleinen Unterschiede, vor allem, was Produkte und Sprache angeht. So heißt beispielsweise die Medikamentenserie „Wick“ (bekannt durch Wick Medi-Nait, Wick DayMed etc.; gehört übrigens zu Procter&Gamble) hier in der Schweiz „Wicks“. Hat da jemand gekichert? Desweiteren werden Nudeln hier konsequent mit Teigwaren bezeichnet und es gibt einen Unterschied zwischen Büchli – das Bäuchlein – und Büechli, dem kleinen Buch. Ein, für mich als blöden Deutschen, Kuriosum stellt die Verwendung von Umlauten, insbesondere das „ü“ und von Diphtongen wie „ie“ dar. Denn wenn hier irgendwo in einem Wort „ue“ oder „ie“ auftauchen, werden sie auch getrennt ausgesprochen. Lustigerweise folgt das aber irgendwelchen diffusen Regeln. So heißt beispielsweise eine Bushaltestelle „Schmiede Wiedikon“. Das Schmiede wird hier aber mit langem, den Deutschen bekannten „ie“ gesprochen, wohingegen es bitteschön „Wi-edikon“ heißt, und nicht Wi-i-dikon“. Naja, sowas eben.

Zudem erscheint mir die Schweiz, von der man angesichts der großen Bankenfreiheit eigentlich denken mag, dass sie einen freien Markt hätte, sehr protektionistisch, was ihren Binnemarkt angeht. Zudem beherrschen die beiden Großhändler Migros und Coop (bitte auch so aussprechen, es heisst nicht „Co-op“), quasi den Lebensmittelhandel in der Stadt. Fleisch aller Art sowie diverse Obst- und Gemüsesorten (z.B. Äpfel und Möhren, Verzeihung, „Rübli“) sind besonders gekennzeicht als „Schweizer Herkunft“. Zudem werden deutsche Ketten wie ALDI und LIDL meines Wissens nach ziemlich diskrimiert, zumindest von der Bevölkerung. Sie gelten fast als „Eindringlinge“ in den schweizer Markt. Angesichts der Beschäftigungspolitik der beiden Discounter vielleicht auch keine schlechte Sache…

Okay, soviel für heute, demnächst mehr,

J-