Archiv für April 2009

19
Apr
09

Der Böög

Ich war letzte Woche bei meinen Eltern und kam diesen Samstag wieder.
Wieder daheim gewesen zu sein hat meine Motivation etwas gehoben, nicht zuletzt da ich eine völlig untolerable Gewichtszunahme an mir entdeckt habe die jetzt wieder runter muss. Vorzugsweise durch Sport und Dancen, Baby.
Die letzten Tage vor meiner Abreise waren etwas dröge, da mir meine eigene Bräsigkeit bewusst geworden ist. Die Erkenntnis, in Zürich kaum etwas „gemacht“ zu haben und fast nichts von „der Schweiz“ gesehen zu haben, ist mir ziemlich sauer aufgestoßen. Ich werde mich deshalb bemühen, die nächste Zeit wenigstens ein paar Wünsche in Taten umzusetzen. Dazu gehört in Lausanne vorbeizuschauen, Bologna zu besuchen, ein paar mehr Clubs in Zürich kennen zu lernen und, das aber nur vielleicht, sich ein paar Schweizer Städte anzusehen. Das alles ist ja leider nicht nur von meiner eigenen Lust oder Unlust abhängig, sondern auch vom lieben Geld. Mal sehen

Morgen ist in Zürich das „Sächseläuten“ oder „Sächsilüüte“, wie es im Dialekt heißt (wobei die Schreibart, ich wurde gerade darauf hingewiesen, nicht verbürgt ist). Dabei wird zur Verabschiedung des Winters eine große Puppe öffentlich verbrannt. Ich werde die Tage mehr davon berichten. Wer bereits jetzt wissen will, wie das alles vonstatten geht, der kann bei Wikipedia vorbeischauen.

Bis die Tage,

J-

09
Apr
09

stasi 2.0

seit einiger zeit verschwende ich viel zu viel derselben auf www.german-bash.org

dort fand ich unter anderem dies:

#194515 | -[ 1349] + | 16.06.2008 07:04 | euIRC [x]
<Key> o
<Key> L_
<Key> OL
<Key> This is Schäuble. Copy Schäuble into your signature to help him on his way to Überwachungsstaat.
tut es. jetzt.
06
Apr
09

Bewegt euch, ihr Hunde!

Zürich hat einiges an Clubs und Bars zu bieten, fraglos. Und da ich die ein oder andere Location auch mal von innen sehen durfte (und das waren bei weitem nicht genug), weiß ich, dass da auch hin und wieder Leute tanzen, sich zumindest mehr oder weniger rythmisch zur Musik bewegen. Umso entsetzter war ich letzte Woche.

Ich hatte die einmalige Gelegenheit, Biffy Clyro wieder zu sehen, sie traten hier in der Roten Fabrik auf. Voller Vorfreude ging ich also hin, zusammen mit meiner WG. Es wurde nicht richtig voll, was etwas doof war, vor allem weil es nur der kleine Clubraum war. Aber egal, ich wusste, ich hätte eh keinen  Überblick mehr, was hinter mir geschieht, wenn erst einmal vorne in der Menge stehen und mich mehr oder weniger rythmisch zur Musik bewegen könnte. Also suchte ich mir beim Soundcheck schon ein nette Plätzchen vor der Bühne, so circa in der vierten Reihe.

Das Applaus, als die Band auf die Bühne trat war groß, die Leute jubelten, der Gitarrist schlug den ersten Takt an, jeder ordentliche Fan erkann das Lied und ich war richtig froh in diesem Moment. So für 2 – 3 Sekunden. Denn die Party schien an diesem Tag irgendwo anders abzugehen, aber nicht hier bei Biffy Clyro. Lediglich vor mir hüpften ein paar Emo-Kinder herum, aber neben und hinter mir wippte man vielleicht mal verhalten mit dem Fuß. Also atmete ich tief durch, bahnte mir einen Weg zu den Leuten, die wenigsten so aussahen, als würden sie Spaß haben und bewegte mich mehr oder weniger rythmisch zur Musik.

Das Konzert war fraglos gut, ich hatte meinen Spaß und die Band hat tolle Lieder gespielt. Aber das Publikum… ein lahmer Haufen. Ich mein, was soll das denn bitte? Die Jungs kommen doch nicht alle Tage aus Schottland in die Schweiz und einige Zürcher hielten es noch nicht mal für angebracht, in dem Gewalthaufen vor der Bühne ihre Schlas abzuziehen.

Mal schauen, wie es nächsten Monat bei 65daysofstatic aussieht. Ich hoffe, da werden diese Band wenigstens ein paar  Leute zu schätzen wissen.