Archiv für Mai 2009

17
Mai
09

Haare

Bevor ich im April nach Deutschland ging, hielt ich es für nötig, einige Fotos von mir zu machen. Nicht nur aus Egomanie, sondern auch um zu dokumentieren was so eine Rasur und ein Friseurbesuch ausrichten können:

Dabei sein zu dem Bild mit der Kappe angemerkt, dass diese expressive Annäherung an Karl Dall eher folgendes ausdrücken soll: Atzen-Style Galore!

Leider habe ich es verpennt, ein gutes Foto von meinem Gessicht zu machen, als ich mich gerade rasiert hatte und danach beim Friseur war. So nur das leicht unscharfe Foto auf meinem Bett.

03
Mai
09

Sechseläuten

Der schnellste bin ich nicht gerade. Aber das überrascht keinen mehr, nehme ich an und solange ich hin und wieder noch einen Eintrag verfassen kann, so ist es vielleicht noch nicht zu spät für mich.

Ich wollte aber vom Sechseläuten berichten. Was ist Sechseläuten überhaupt? Ich paraphrasiere Wikipedia und mein spärliches Wissen darüber:
Sechseläuten ist ein traditionelles Zürcher Fest, das symbolisch den Frühling einläutet, was ein Grund ist für allgemeine Heiterkeit und den Konsum von Würsten und alkoholischen Getränken. Dabei sei das Sechseläuten aber keineswegs in die Nähe des deutschen Straßenkarnevals gerückt, der ist wirklich schlimm und niveaulos! Das Sechseläuten hingegen ist der Tag, an dem sich die alten Zürcher Zünfte versammeln und in einem großen Zug zum Sechseläutenplatz im Zürcher Süden ziehen, um bei der Verbrennung des Böög zugegenzusein. Der Scheiterhaufen des Böög wird pünktlich um 18 Uhr angesteckt. Der Böög hat die Gestalt eines Schneemannes (das wohl aber erst seit neuerer Zeit) und verkörpert den Winter. Es heißt, je schneller der Böög verbrennt, desto besser werde der Sommer. Wenn dieser Glaube stimmt, dann steht uns ein durchwachsener Sommer bevor, der Böög brauchte knapp elf Minuten um völlig zu verbrennen.

Am Montag also zog ich mit Markos zusammen Richtung Sächsilüüteplatz (das war züridütsch, die Schreibweise kann aber variieren, das Schweizerdeutsch hat keine einheitliche Rechtschreibung). Wie erwartet war der Andrang ziemlich groß, es bildeten sich die üblichen Menschentrauben und man hörte viel Englisch. Als der Scheiterhauffen dann angezündet wurde, dauerte es noch ziemlich lange, bis das Feuer beim Böög angekommen war. Der verbrannte im Übrigen nicht „einfach so“, sondern knallte bei jedem Körperteil ziemlich laut. Nach dem Getöse genehmigten Markos und ich uns noch eine Wurst mit Brot und eine Dose Feldschlößchen am Denkmal vom alten Zwingli, bei der Wasserkirche. Auf dem Rückweg stellten wir fest, dass es besser wäre, zu laufen:
verkehr

Für jemanden, der den recht pünktlichen Zürcher ÖPNV gewohnt ist, ist eine Wartezeit von mehr als 5 Minuten recht ungewöhnlich, geschweige denn mehr als eine halbe Stunde.

Zusätzlich habe ich noch einige Fotos geschossen, die sind aber alle nicht so gut geworden, da ich nur meine Handy-Kamera hatte und diese auch nur einen Digitalzoom besitzt. Trotzdem, hier ein paar Eindrücke:
Böög weit böög hell böög brennt umzug

Das war’s, vorerst!

Link:
Wikipedia zum Sechseläuten